Neue Wege.

Aus irgendeinem inneren Verlangen heraus scheinen viele Menschen zurzeit intensiv die vorhandenen Systeme, egal welcher Art, zu hinterfragen und nahezu alles einmal auf den Kopf zu stellen und gründlich zu schütteln, mit dem Wunsch, dass etwas rausgepurzelt kommt, was man noch nicht kennt oder noch nie richtig beachtet hat. Wie ein altes Spielzeug, für das man früher kein Interesse hatte.
Das ist großartig! Aufbruchsstimmung. Der Beginn einer Entdeckungsreise. So fühle ich mich im Moment. Klar habe ich auch manchmal ein bisschen Brummeln im Bauch, wenn ich über die Probleme der Gesellschaft aus den Medien höre oder lese, aber im Grunde überwiegt bei mir ein äußerst positives Gefühl, was die Zukunft betrifft.

Wissen Sie noch, was eine Sinus-Kurve ist?
Die Darstellung von Schwingung?
Die grafische Umsetzung einer mathematischen Behauptung?
Ein geologischer Querschnitt der Buckligen Welt im südlichen Niederösterreich?
Ich nehme sie jetzt einmal als eine Metapher für unser aller Allgemeinbefinden.
Setzen Sie eine Rodel auf ihre Spitze. Die Fahrt ins Tal ist berauschend, lustig. Der Wind braust, der Schnee staubt, die Kurven sind immer wieder eine Herausforderung. Freunde rodeln mit und kämpfen lachend und kreischend um eine Möglichkeit, zu überholen. Abgesehen von ein paar Angstmomenten hat man wahnsinnig viel Spaß. Aber dann, unten am Parkplatz angekommen, realisiert man, dass es vorbei ist. Und will man wieder was erleben, muss man wieder rauf.
Mittlerweile gibt es Seilbahnen und Sessellifte, die wir Menschen für uns entwickelt haben, die uns wieder hoch bringen. Und wer möchte, stapft gemütlich auf den Berg und freut sich über die Erkenntnisse am Wegesrand :o)

Neuer Mut.

Warum nicht umdenken?
Warum nicht den allgemeinen Trend zum Verlassen üblicher Strukturen auch in der Kunst umsetzen? Geht's nicht auch ohne Staat?
Warum muss eine Kreative nach den Spielregeln der "Förderer" spielen, um eine Förderung zu bekommen?
Muss sie nicht!
Wenn wir uns eingestehen, dass Kunst und Unterhaltung zwei verschiedene Paar Schuhe sind und Unterhaltung nichts mit Stumpfsinn zu tun haben muss, werden wir Künstlerinnen und Künstler keine "Abscheu" mehr davor haben, mit unserer Arbeit Geld verdienen zu wollen.
Wir sind ein ganzer Haufen äußerst umtriebiger, talentierter Schauspieler und Filmemacher in diesem Land (und auch außerhalb). Viele von uns lechzen danach, auch filmisch zu zeigen, was sie können. Da liegt es doch nahe, dass man einmal etwas völlig Unösterreichisches tut, sich zusammensetzt und einfach mal macht.
Ich werde mir daher eine Schar Gleichgesinnter suchen und ein erstes Filmprojekt starten.
Ob es 5, 10 oder 120 Minuten Unterhaltung werden, weiß ich noch nicht.
Aber wir werden es machen, verkaufen und Geld verdienen. Und niemand wird uns dreinreden.
Das ist das Ziel eines Drachen im Jahr des Drachen :o)
Glück auf!

Werner Brix war bei DAS MATCH

Es ist schon seltsam, dass ein erwachsener Mensch, der einigermaßen fest auf den Füßen steht, vor einem Fußballspiel nervös sein kann. Ja, ok, es ist live im Fernsehen, und das Stadion ist angeblich ausverkauft. In so einer Kulisse spielt ein Schauspieler nicht alle Tage. Aber eigentlich geht es doch um Nix. Halt nur um die Ehre oder so was in der Art. Aber hab ich sowas überhaupt? Ehre? Natürlich. Jeder hat sie. Wenn ich also meine behalten will, muss ich einfach mein Bestes geben und das will ich. Ich denke, dass werden wir alle. Und seien wir froh, dass es nicht um unser Leben geht, um unser Hab und Gut, sondern nur um ein wenig Stolz. Das kann ich verkraften...

Kurierranking 2009

Eventszene.at:

"Im Kurierranking auf Platz Zwei der besten Kabarettisten 2009 und damit direkt hinter Michael Niavarani rangiert dieser erstklassige Künstler, der mit seinem neuesten Geniestreich nun das Strasshofer Kellertheater unsicher macht.

In Megaplexx 2 – die besten Stellungen (neuer Titel: Die Erotik der Macht) begeben wir uns auf eine äußerst skurrile Reise, bei der es um Menschen und Macht und ihre witzigsten Auswüchse geht. Nur soviel: Wer sich in diesem Programm vom Werner Brix ein Best-of des Kamasutras erwartet, hat nur den Titel gelesen und in Schublade eins gelegt.

Das mehrfach ausgezeichnete (Salzburger Stier 2005, Passauer Scharfrichterbeil 2004, Stuttgarter Besen 2003 etc.) Talent der heimischen Kabarett-Szene präsentiert ein schelmisch-philosophisches Werk, das man nicht alle Tage zu sehen bekommt."